Bernhard Ohsam

    Bernhard Ohsam wurde am 5. Juni 1926 in Braller geboren.

    Berhard Ohsam Geburtshaus Neugasse

    Das Geburtshaus von Bernhard Ohsam

    Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Siebenbürgen.

    Bernhard Ohsam Foto

    Ohsam wuchs zunächst in seinem Geburtsort Braller auf und besuchte später das Samuel-Brukenthal-Gymnasium in der Kreisstadt Hermannstadt. (…) Er wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Sowjets in ein sowjet-ukrainisches Zwangsarbeitslager verschleppt und flüchtete von dort in mehreren Etappen in den Westen nach Deutschland. Seine Herkunft sowie seine Erlebnisse aus seiner Deportation und Flucht  verarbeitete er später journalistisch und literarisch; außerdem wurde er durch zahlreiche  Reiseerzählungen bekannt.

    1954 begann er mit seiner journalistischen und schriftstellerischen Tätigkeit. Ab 1955 veröffentlichte er Erzählungen und andere Beiträge in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften.

    1958 debütierte er mit seinem Roman Eine Handvoll Machorka und arbeitete seither hauptberuflich als Schriftsteller und Journalist. Ohsam, der zu der Zeit in Stuttgart lebte, wurde für den Südfunk Stuttgart tätig. Er unternahm viele private Fernreisen in Länder auf der ganzen Welt und verarbeitete seine Erlebnisse in zahlreichen Reiseerzählungen. Für den Südfunk reiste er u. a. 1973, diesmal mit gültigen Papieren, nach Rumänien, um Hörfunksendungen vorzubereiten. 1974 wechselte er als Hörfunkredakteur in die Rumänienabteilung des Deutschlandfunks in Köln und verlegte seinen Wohnsitz an den neuen Arbeitsort.

    Später übersiedelte Ohsam nach Bremen. Ab 1984 lebte er dort mit der deutschen Bildhauerin Alice Peters zusammen, die er später heiratete. Gemeinsam mit seiner Frau ging er weiterhin auf Reisen, die bis nach Australien, Nordamerika, Nordafrika und in den Vorderen Orient führten.

    Bernhard Ohsam starb 2001 im Alter von 75 Jahren in seiner Wahlheimat Bremen.

    Ohsam verarbeitete seine Deportation und seine „abenteuerliche Flucht“ aus dem sowjetischen Arbeitslager in seinem Roman Eine Handvoll Machorka. (...) Nach seinem Romandebüt schrieb er überwiegend Reiseerzählungen. Nahezu alle Geschichten seiner Reisebücher erschienen als Vorabdruck in den Fliegenden Blättern der Bordzeitschrift (...) Ohsams humoristische Reiseprosa begleitete die Urlauber auch in die Hotels, wo seine Erzählungen als sogenannte Reisebonbons auslagen. Insgesamt schrieb Ohsam rund 200 bis 300 Kurzgeschichten.

     

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